Business in virtueller Welt

Onlineshops und Second Life: Mitunter ein lukratives Geschäft.

Man lebt nur einmal? So ganz stimmt diese Aussage nicht mehr, seit das Internet verstärkt mit virtueller Realität aufwartet. Ein zweites Leben ist möglich: Man kreiert ein neues Ich, einen Avataren, lebt, liebt, heiratet, feiert in dreidimensionaler Kunstwelt. Second Life nennt sich diese Welt, die auch ihre eigene Währung besitzt; sie bietet unter anderem das Vergnügen, das viele Menschen offline miteinander teilen: Shopping. Und mitunter verknüpfen sich dabei Real und Second Life und die virtuelle Währung wird gegen echtes Geld getauscht. Oder potenzielle Kunden holen sich Kaufanregung im Second Life, wechseln auf einen Onlineshop außerhalb der Kunstwelt, zahlen dort mit echtem Geld und bekommen echte Ware. Vielleicht sollte Ihr Onlineshop in Second Life eine Filiale eröffnen?

Was genau ist Second Life?

Second Life ist eine gigantische 3D-Welt im Internet, an der jeder Internetnutzer mit einem eigenen Avatar teilhaben kann. Solch ein Avatar ist eine dreidimensionale Figur, die individuell gestaltet werden kann: Sie können beispielsweise Kleidung oder Schuhe für ihn kaufen oder ihm ein Piercing geben. Mit ihm bewegen Sie sich als Internetnutzer durch die virtuelle Welt des Second Life: gehend oder auch fliegend, um einen besseren Überblick zu bekommen. Futuristische Landschaften, Inseln existieren hier neben beschaulichen Städten; virtuelle Vergnügungsparks buhlen um die Gunst der Avatare ebenso wie Shops, eine Nachrichtenagentur (Reuters) oder Konzerte: Die irische Rockband U2 gab im Second Life bereits Live-Auftritte, in denen originalgetreu gestaltete Avatare die Musiker ersetzten. Tauchen Sie ein in diese Welt, so lernen Sie neue Menschen kennen, können Mitgliedschaften in Gruppen wählen, bauen, Landschaften kreieren, an Onlinespielen teilnehmen, kaufen und… handeln. Fast wie im richtigen Leben. Im Second Life angemeldet waren im Mai 2007 insgesamt sechs Millionen Nutzer, darunter viele Deutsche. Natürlich muss man da diejenigen einrechnen, die sich zwar im Second Life angemeldet haben, sich dort jedoch kaum oder gar nicht bewegen. Dennoch kann man in dieser Welt auf Zehntausende Nutzer pro Tag zählen, von denen eine ganze Reihe auch als Zielgruppe für Ihren Onlineshop interessant sein dürfte.

Business im Second Life

Verkauft wird… einfach alles: etwa virtuelle Kleidung, Möbel, Grundstücke und Häuser. Auch das Unternehmen Adidas ist bereits da und lässt Ihren Avatar dort Schuhe anziehen, von denen auch reale Exemplare existieren, die Sie selbst offline kaufen könnten. Und auch Mercedes nutzt seine Chance, stellt im Second Life neue Automobile vor, die man sogar virtuell Probe fahren kann. Weitere Unternehmen, die bereits im Second Life aktiv sind? Beispielsweise BMW, Microsoft, Vodafone, Sony Music und Reebok. Shopping im Cyberspace: Sie können als Konsument, aber auch als Produzent und Verkäufer teilhaben. Für Letzteres müssen Sie durchaus kein Inhaber eines Großkonzerns sein. Da gibt es beispielsweise jene Frau aus dem Bundesland des Apfelweins (Hessen ist gemeint!): Sie verkauft virtuelle Grundstücke im Internet und verdient reales Geld damit. Wie das geht? Währung im Second Life ist der so genannte Linden-Dollar und der kann im Austausch mit echten US-Dollars erworben werden. Auch der umgekehrte Austausch ist möglich: Hat man etwa durch den Handel mit virtuellen Produkten eine Anzahl von Linden-Dollars gesammelt, so kann man sie gegen echte US-Dollar eintauschen. Manche mögen sagen, so macht man Geld aus Nichts. Business im Second Life, das auf dem realen Bankkonto Gewinne einbringt, kann sich also durchaus mit rein virtuell vorhandenen Produkten und Dienstleistungen beschäftigen. Wie das Beispiel Adidas zeigt, ergeben sich aber auch Chancen, Geschäfte im Second Life mit denen normaler On- und Offlineshops zu verknüpfen.

Onlineshops und Werbung

Im Prinzip gelten fürs Marketing im Second Life dieselben Regeln wie im realen Leben. Kreieren Sie beispielsweise eine Filiale Ihres Onlineshops im Second Life; Kreativität sollte dabei oberstes Gebot sein. Gute Ideen und die optimale Umsetzung dieser Ideen sind im Second Life ebenso gefragt, wenn es um kluges Marketing geht, wie außerhalb der virtuellen Welt. Sie können virtuelle Shops im Second Life jederzeit mit Ihrem Onlineshop außerhalb dieser Kunstwelt verbinden. Oder Sie nutzen Ihre eingekauften Linden-Dollars, um geeignete Werbeflächen zu mieten. Targeting ist auch hier kein Fremdwort: Personen mit unterschiedlichen Interessen halten sich an unterschiedlichen Orten in Second Life auf. Hier Ihre Zielgruppe zu finden und mit passender Information über Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu bedienen, ist die Kunst, die Sie beherrschen sollten. Second Life gibt Ihnen ebenfalls die Chance, Ihren potenziellen Kunden Video- und Audiodateien zu präsentieren. Machen Sie den Avataren dieser Welt Ihr Angebot schmackhaft, locken Sie sie auf witzige, interessante, abwechslungsreiche Weise. Sie werden kommen, sehen… kaufen!

Professionelle Hilfe

Natürlich sollte auch Ihr Auftritt im Second Life professionell wirken, sollten Marketingmaßnahmen einer klugen Strategie folgen. Mittlerweile existieren gute Agenturen, die Sie für Ihre Präsenz im Second Life beraten. Gehen Sie planvoll vor: Dann kann Second Life auch Ihrem Business neue Chancen eröffnen. Viel Spaß und… viel Erfolg!

Sprechen Sie uns an. Wir vermitteln Ihnen gerne Kontakte zu Kooperationspartnern, die sich mit Second Life auskennen.

 

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