Die beiden Forscher Johannes Kopf von Microsoft und Dani Lischinski von der hebräischen Universität in Jerusalem haben einen Algorithmus entwickelt, der extrem niedrig aufgelöste 8-Bit-Pixelbilder in Vektoren umrechnen kann. Wie ein Vektorisierer rechnet der Algorithmus die Unterschiede benachbarter Pixel in Linien und Flächen um, wobei er aber wie das menschliche Auge Pixel, die nicht zusammen hängen sondern sich nur an den Ecken treffen, auswerten und in weiche Konturlinien umrechnen kann. Ein Beispiel ist die folgende Grafik, deren pixelige Version aus “Super Mario” stammt.
Im Kern ist das überhaupt nichts neues – Vektorisierer gibt es seit über 20 Jahren, waren aber bisher immer auf hoch aufgelöste Vorlagen angewiesen. Neu ist, solche Vektorgrafiken auch aus schlichtestes 8-Bit-Pixelbildern zu gewinnen. Eine der wichtigsten Regeln für den Algorithmus: Jedes Pixel ist wichtig. Klassische Pixelbilder aus Spielen sind von Künstlern per Hand Pixel für Pixel erstellt worden, damit das Auge in den niedrig aufgelösten Spielen Figuren sieht und nicht bl0ß Pixelhaufen.
Der Alogrithmus rechnet aus, welche Pixel miteinander verbunden sind und versucht zu entscheiden, ob es sich um Diagonalen einer Linie handelt. Die Pixel werden so in Linien und Farbflächen sortiert und anschließend entsprechend vektorisiert. Wer näheres erfahren möchte, schaut am besten mal bei Microsoft vorbei. Dort finden sich auch zahlreiche weitere Abbildungen die jeder, der schonmal mit Vektorisierern gearbeitet oder Bilder in Grafikprogrammen vergrößert hat, für unmöglich gehalten hätte.

Is ja cool. Ich bewundere immer wieder diese Mathe-”Freaks”!