Das Internet könnte viel weiter sein, wenn Webseiten anfangen würden, ihre Inhalte semantisch auszuzeichnen. HTML-Tags wie zum Beispiel <h1> sagen dem Browser und der Suchmaschine, dass es sich um eine Überschrift handelt, aber es fehlen weiterhin einheitliche Standards, um Daten wie Öffnungszeiten, Adressen oder Preise manschinenlesbar auszuzeichnen. Deshalb haben sich Google und weitere Kooperationspartner wie Yahoo und Microsoft an einen Tisch gesetzt und die Webseite Schema.org gestartet.
Eigentlich ist schon seit über 10 Jahren vom kommenden semantischen Web die Rede, das gelegentlich auch als Web 3.0 bezeichnet wird und das Internet wesentlich intelligenter machen soll. Versuche gibt es dazu jede Menge und auch den einen oder anderen Standard. Schema.org möchte die bisherigen Ansätze zusammenführen, vereinheitlichen und Betreibern von Webseiten Hilfestellung geben, wie sie schon bald damit beginnen können, ihre Daten semantisch auszuzeichnen.
Längst nicht nur Google würde davon profitieren, weil sich die Suchergebnisse verbessern würden. Man denke zum Beispiel an Online-Shops, die für ihr Inventar eine webweit einheitliche Auszeichnungssprache verwenden, sodass jede Suchmaschine, jeder News-Aggregator und jeder Preisvergleichsdienst die Produktdaten einfach so auslesen kann.
