Google hat heute die Version 12 seines Browser Chrome veröffentlicht. Neben den üblichen Bugfixes und geschlossenen Sicherheitslücken ist die wichtigste Neuerung die erweiterte Safe-Browsing-API. Der Browser vergleicht künftig nicht nur Webseiten sondern auch Downloads mit einer Blacklist und warnt den Anwender so vor Viren und anderen Bedrohungen. Die Blacklist aktualisiert der Browser selbstständig alle halbe Stunde.
Ein weiteres Feature ist die Verwaltung von Flash-Cookies. Wer beim Surfen nicht getrackt werden will und Cookies abschaltet oder den so genannten “Porno-Modus” verwendet, konnte in der Vergangenheit dennoch über Cookies identifiert werden, die im Flash-Plugin abgelegt werden – es sei denn, er benutzt einen Flash-Blocker. Dieses Cookies konnte man zwar auch bisher schon löschen, aber über einen eigenen Dialog, der nur erreichbar war, wenn man mit der Maustaste auf ein Flash-Objekt klickte. Jetzt geht das direkt in den Einstellungen des Browsers.
Weitere Goodies: Der Browser verlagert, wenn er kann, das Rendern von HTML5/CSS3 bei 3D-Objekten in die Grafikkarte, was die Darstellung multimedialer Inhalte stark beschleunigen dürfte. Als Beispiel dient eine kleine Demo eines Videos, das frei skaliert und gedreht und gespiegelt werden kann. Auf älteren Rechnern ist das Ergebnis allerdings eher ernüchternd. Für Blinde gibt es Verbesserungen bei der Benutzung von Screen-Readern. Wie schon bekannt, wurde Gears abgeschafft – mit Chrome ist es also nicht mehr möglich, Anwendungen wie Google “Text und Tabellen” auch offline zu nutzen.
Wer schon Chrome benutzt, erhält den Browser automatisch. Alle anderen können ihn direkt bei Google herunterladen.

